Europas beste Tennisjunioren gastieren zum 20. Male in Klosters

18. July 2016, 9:21

Europas beste Tennisjunioren gastieren zum 20. Male in Klosters

Eröffnungsfeier auf Madrisa bei Sonnenschein.

Die 20. Junioren-EM in Klosters ist eröffnet. An der stimmungsvollen Eröffnung auf Madrisa nahmen am Sonntag rund 150 Spielerinnen und Spieler aus 40 Nationen, 65 Coaches und fast 100 Sponsoren und Gäste teil. 

Marie-Theres Brühwiler

Zum 41. Male trägt der weltweit grösste Kontinental-Tennisverband „Tennis Europe“ Europameisterschaften für Unter-18-Jährige aus. Dass die prestigeträchtige Talentschau der besten Tennisjunioren in diesem Jahr bereits zum 20. Male in Klosters stattfinde, sei kein Zufall. „Die Umgebung ist fantastisch und die Organisatoren arbeiten mit viel Herzblut“, lobte Karin van Bijsterveld von Tennis Europe an der Eröffnungsfeier vom Sonntag. „Wir hoffen deshalb, dass wir noch viele weitere Auflagen an diesem wunderschönen Ort vergeben können“, wünscht sich die Holländerin. Für das Sign-In und den Einmarsch der 40 beteiligten Nationen hatten sich die umsichtigen Organisatoren um Hans Markutt, Liane Alban und Mark Brunner einen ganz speziellen Rahmen einfallen lassen. 150 Spielerinnen und Spieler, 60 Coaches und fast 100 Gäste, unter ihnen auch Regierungsrat Martin Jäger, wurden in Gondeln auf die Madrisa geführt und strahlten im bunten Meer der Nationalflaggen, zu Alphornklängen und von einer fantastischen Bergwelt umgeben, um die Wette.

Krönt Masarova das Jubiläum?

„Dieses Ambiente ist sensationell“, zeigte sich auch die derzeit weltbeste Juniorin Olesya Pervushina beim sonntäglichen Einmarsch auf 1800 m.Ü.M. begeistert. Wie wohl sich die 16-jährige Russin rund 600 Meter tiefer auf den Tenniscourts fühlt, wird sich in diesen Tagen zeigen. Zu schaffen machen könnte der Topgesetzten aber nicht nur die aussergewöhnliche Höhenlage, sondern auch die starke Konkurrenz, welche in diesem Jahr durch Rebeka Masarova vor allem auch aus dem Gastgeberland stammt. Die Schweizer Gipfelstürmerin könnte nach ihrem Sieg im Juniorenturnier der French Open und ihrem sensationellen Halbfinalvorstoss bei ihrer WTA-Première in Gstaad auch in der Bündner Bergwelt für Hochstimmung sorgen und den Klosterser Organisatoren nach dem bislang einzigen Schweizer Triumph von Martina Hingis die perfekte Jubiläumsauflage bescheren. Die erst 16-jährige Baslerin ist die Nummer zwei des Turniers. Zu den ganz heissen Titelanwärterinnen gehören auch die Russin Amina Anshba (ITF 9), die Rumänin Georgia Andreea Craciun (ITF 13) und die Ungarin Dalma Gafi (ITF 16). Aber auch die Walliserin Ylena In-Albon (ITF 49) hat einen guten Lauf. Das Schweizer Team, als Gastgeberland und durch den Sonderstatus von Rebeka Masarova mit einem Quintett an der EM vertreten, wird von Tamara Arnold, Jessica Crivelletto und Daniela Vukovic komplettiert.

Zweiter Anlauf von Tsitsipas

Bei den Boys dürfte der Weg zum Titel über den Griechen Stefanos Tsitsipas führen. Die aktuelle Nummer eins der Junioren-Weltrangliste stand in Klosters schon im Vorjahr in den Halbfinals. In den Kreis der heissen Favoriten zählen zudem Mate Valkusz (ITF 6) aus Ungarn sowie der Franzose Geoffrey Blancaneaux (ITF 7). Obwohl das Schweizer Quartett mit Marko Osmakcic, Mirko Martinez, Gabriel Currlin und Luca Keist nicht dem Kreis der Gesetzten angehört, traut ihnen Swiss Tennis Headcoach Yves Allegro einiges zu. Wenn es nach den Genen gehen würde, hat übrigens die Österreicherin Mira Antonitsch die besten Karten. Denn sowohl ihr Vater Alexander Antonitsch, als auch ihre Mutter Karin Oberleitner durften sich im Prättigau schon als Sieger feiern lassen. Damals allerdings noch nicht als Europameister, sondern als Gewinner und Gewinnerin der internationalen Turniere der Schweiz. Die U18-EM dauert bis am Sonntag, 24. Juli.

Mehr Informationen auf: www.tennisklosters.ch

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